Lieber Leserinnen und Leser dieses Edublogs!
Wir arbeiten im Kurs 12 zur Zeit an einem neuen Thema und dieser Blog wird bis nach den Sommerferien 2010 ruhen.

Das neue Thema nennt sich „Tonräume in Köln“ und stellt verschiedene Veranstaltungsorte in Köln unter musikalischen aber auch architektonischen Gesichtspunkten vor. Ausserdem wird von den Schülern an jedem vorgestellten Ort auch ein sogenanntes „Geocache“ angebracht, damit Menschen, die nach solchen Caches suchen auch automatisch etwas über den „Tonraum“ erfahren können.

Wir würden uns freuen Sie auch auf dem neuen Blog „tonraumguide cologne“ begrüßen zu dürfen, der sich langsam mit Inhalten füllt.

Kurs 12, KAS.

Ich habe versucht die wichtigsten Stile der Neuen Musik in einer Übersicht zum Download zusammen zu stellen. Ihr findet dabei eine zeitliche Einordnung, Stilmerkmale und Komponisten bzw. die Bezeichnungen der Originalkompositionen.

Bitte um Ergänzungen.

Stilrichtungen der Kunstmusik des 20 Jh

Beim Stöbern sind mir noch zwei interessante Links zum Thema aufgefallen.

  • Zum einen eine komplette Sammlung zu Kompositionstechniken in der Kunstmusik des 20. Jahrhunderts, diese sogar mit zahlreichen Hörbeispielen und auch Arbeitsaufträgen, sozusagen zum Selbststudium 😉
  • Und dann hier eine kurze aber vollständige Zusammenstellung in tabellarischer Form mit Hinweisen auf die entsprechenden Komponisten.

Eine interessante Gesprächsnotiz mit Alex Ross, Musikkritiker des „New Yorker“ habe ich in der taz.de gefunden. Seine Thesen zur Verknüpfung der Entwicklung der Musik im 20. Jahrhundert und den gesellschaftlichen Prozessen kann man dort ebenso finden, wie Aussagen über verschiedene Komponisten der Moderne (Gustav Mahler) und in der Zeit des Totalitarismus (Dmitri Schostakowitsch und Richard Strauss), sowie provokante und teils ironisierende Aussagen zur klassischen Musik und deren Entwicklung  als Reaktionen auf die Emotionalisierung des Faschischmus und dessen Massenmord und Genozid.

Auszüge:

Alex Ross: „Im Wien des frühen 20. Jahrhunderts sind der alte Mahler, der junge Schönberg und der erfolglose Hitler die gleichen Straßen entlanggewandelt und haben die gleiche Literatur gelesen.“

Alex Ross: „Der große Innovator der Minimal Music, Steve Reich, hat einmal gesagt, er habe in seiner Jugend nur Bach und Strawinsky gehört. Ausgelassen habe er dagegen alles Epische der deutschen Romantik, Beethoven, Brahms und Wagner. Die Quellen, auf die sich Reich bezog, hatten indirekt damit zu tun, dass er der Falle „deutscher Kultur“ entkommen wollte, um eine ganz eigene musikalische Sprache zu finden. Reich vermied in seinen Kompositionen bewusst eine mit der Romantik assoziierte Üppigkeit. Auch bei seinen ersten Aufführungen in den USA kam es zu Skandalen, die Zuhörer hielten Minimal Music nicht aus. Dabei kehrt Reich in gewissem Sinn zur Tonalität zurück.“

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Ein recht interessanter und sehr ausführlicher Artikel zum Thema, hier als Auszug (bitte um Kommentare), Quelle: (aus: D. Stockmann (Hg.), Volks- und Popularmusik in Europa, (= Neues Handbuch der Musikwissenschaft Bd. 12), Laaber 1992, S. 445-477, © Laaber-Verlag):

Jazz, Rock- und Popmusik (von Peter Wicke, Humboldt-Universität, Berlin)

Die populären Musikformen sind im zwanzigsten Jahrhundert zu einer nahezu allgegenwärtigen Erscheinung des Alltagslebens geworden, wobei sie — über die modernen audio-visuellen Massenkommunikationsmittel massenhaft produziert und verbreitet — zunehmend einen globalen Charakter angenommen haben. War ihre Entwicklung noch im neunzehnten Jahrhundert an regionale oder lokale Funktions- und Wirkungszusammenhänge gebunden, die sich in jeweils charakteristischen Musikformen und einem entsprechend identifizierbaren musikalischen Idiom niederschlugen (z.B. Wiener Walzer), so treten mit der Herausbildung des modernen Industriekapitalismus, der Bindung der populären Musikformen an die Massenmedien und der Entstehung einer komplexen, nach und nach internationalisierten Musikindustrie an deren Stelle nun soziale, technologische und ökonomische Faktoren, die aus der populären Musik eine transnationale Musikpraxis haben werden lassen. Dabei sind nicht nur lokale und regionale Musiktraditionen aus allen Teilen der Welt in diesen transnationalen Zusammenhang integriert worden — angefangen bei den verschiedenen Formen der afroamerikanischen Musik zu Beginn des Jahrhunderts bis hin zu Ethno Pop und World Music, den sich seit Beginn der achtziger Jahre wachsender Popularität erfreuenden traditionellen Musikformen und ihren Pop-Derivaten aus den Ländern der sogenannten Dritten Welt. Innerhalb solcher globalen Zusammenhänge sind auch eine ganze Reihe neuartiger Musikformen entstanden, die — wie die zeitgenössischen Formen der Popmusik — jede spezifische Bindung an nationale oder regionale Musikkulturen verloren haben.“

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Liebe Schülerinnen und Schüler!
Ich wünsche euch schöne Ferien,
ein Frohes Fest und einen guten Start in 2010!
Unser Blog ist schon recht vollständig geworden, dennoch will ich niemand am Arbeiten und Kommentieren hindern 😉

Lg

A. Spang

Klang- und Videobeispiel:

Klangstudie II (1952 primitive electronica)

Herbert Eimert wurde im Jahre 1897 geboren und starb  1972 mit 75 Jahren.  Er war bekannt als Komponist und Theoretiker und Joursnalist für Musik. Schon in jungen Jahren hatte er eine Schwäche  für Musik und studierte sie. Später gründete er in Köln sogar das erste Musikstudio für elektronische Musik der Welt, dessen Leitung Stockhausen übernahm.

Seine Musik ist eine Art Erweiterung der Zwölftonmusik. Eimert befasste sich mit der elektronischen Musik und entwickelte Klangspiele.

Das oben gezeigte „Stück“ ist ein bisschen abgespaced, aber schaut es euch doch selber an